Unser Hof
Die Brawahof GbR ist ein Landwirtschaftlicher Familienbetrieb, der aus den beiden Einzelbetrieben der Familien Wollschläger und Heilmeier besteht. Beide Betriebe, der Brawahof südlich von Moosburg und der Fischerhof nahe Freising, werden seit 1989 nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaues geführt und sind Mitglied bei Naturland und Tagwerk.

Philosophie
Das Getreide, das auf unseren Äckern wächst, dient direkt der menschlichen Ernährung. Getreide, das über die Verfütterung an Tiere verwertet wird, bedeutet immer auch, dass von der gleichen Fläche Ackerland weniger Menschen ernährt werden
können, denn durch die Umwandlung von pflanzlichen Kalorien in tierische Produkte geht immer Energie verloren. Nur Kleegras und Grünland, die für die direkte
menschliche Ernährung nicht verwendet werden können, werden an unsere Mastrinder verfüttert. Dadurch erzeugen wir nachhaltig Fleisch und erhalten nebenbei wertvollen
Dünger für den Pflanzenbau.

Fruchtfolge
„Die Vielfalt ist das Immunsystem des Lebens“. Nach diesem Grundsatz gliedert sich unser Ackerbau in eine weite Fruchtfolge. Im einzelnen werden Dinkel, Weizen, Roggen,
Hafer, Ackerbohnen, Hirse, Kartoffeln und Kleegras angebaut.
Dinkel und Roggen gehen zur Meyermühle und werden von der Hofpfisterei zu Brot verbacken. Der Weizen geht zur Naturland Marktgesellschaft. Unser Hafer wird bei Barnhouse zu leckerem Krunchy Müsli verarbeitet. Die Kartoffeln verkaufen wir saisonal von September bis April in unserem Hofladen sowie über die Naturgärtnerei Schönegge auf dem Freisinger Markt.

Ochsenmast
Die Rinder auf unserem Betrieb werden fast ausschließlich mit Grünfutter ernährt. Sie bekommen das Kleegras von unseren Ackerflächen und Heu von unseren Wiesen. Das Kleegras ist ein wichtiger Bestandteil unserer Fruchtfolge – es hilft bei der Unterdrückung von Ackerwildkräutern und ist gleichzeitig ein entscheidender Faktor bei der Düngung: Klee zählt zu den Leguminosen und schaƯt es in Symbiose mit Knöllchenbakterien, den StickstoƯ aus der Luft zu binden und damit unseren Nutzpflanzen zur Verfügung zu stellen. Unsere Wiesen liegen in einem großen Wiesenbrüterschutzgebiet im Erdinger Moos und sind ein wertvoller Lebensraum für viele seltene Pflanzen und für bodenbrütende Vogelarten wie den Kiebitz oder den Großen Brachvogel. Durch die Teilnahme an vielfältigen Vertragsprogrammen helfen wir als Partner des Naturschutzes mit, diesen einmaligen Lebensraum zu erhalten. Rinder sind Wiederkäuer und können so Grünfutterpflanzen verwerten. Nur so kann Grünland für die menschliche Ernährung nutzbar gemacht werden. Von einem Milchviehbetrieb im Landkreis Landshut, dem Biohof Butz, kommen die männlichen Kälber mit circa fünf Monaten zu uns auf den Betrieb. Sie trinken zu dem Zeitpunkt keine Milch mehr, sondern ernähren sich von Raufutter. Die Rinder gehören zur Zweinutzungsrasse Fleckvieh und eignen sich sowohl sehr gut zur Milcherzeugung als auch zur Fleischmast. Mit circa zweieinhalb Jahren werden unsere Rinder dann in der nur zwölf km entfernten Biometzgerei in Niederhummel geschlachtet.


